Friedabäckers Tagebuch (Annkatrin + Justus) 2

Groß Wittensee, 03.09. / Friedabäcker Hus

Die Zeit fliegt – schon fast eine Woche rum! Justus ist mit dem Fahrrad zum Segelclub hier am Ort; hatte im Internet gelesen, dass der Club Schnupperkurse anbietet. Ich habe einen kleinen Spaziergang durchs Dorf gemacht, jetzt sitze ich hier an der alten Mühle „Auguste“, dem Wahrzeichen von Groß Wittensee.

Windmühle "Auguste"

Windmühle „Auguste“

Die letzten 2 Tage war das Wetter etwas durchwachsen, zwischendurch ein paar Regenschauer, aber auch Sonne. Die Leute hier oben sagen: „Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur die falsche Kleidung“. Stimmt eigentlich…In Eckernförde haben wir am Hafen gleich hinter der ehemaligen Siegfried-Werft einen tollen Laden für Segelsport entdeckt und uns wetterfest eingekleidet. Seitdem sind wir von echten Norddeutschen nicht mehr zu unterscheiden :-).

Gestern ausgiebige Fahrradtour: vom „Friedabäcker Hus“ die Habyer Straße runter am Seeufer entlang bis nach Haby. Entdeckung: Landgasthof „Haby-Krog“ – essen konnten wir nicht, außer Sonntag immer erst ab 18:00 h geöffnet, aber die Speisekarte sagt: Wiederkommen!!! Wir fahren weiter nach Sehestedt zum Nord-Ostsee-Kanal, Schiffe gucken. Viele Containerschiffe kommen vorbei und wir haben Glück, gleich zwei dicke Kreuzfahrtschiffe ziehen vorbei; so nah, dass man das Gefühl hat, man könne sie anfassen. Einfach irre…

Kreuzfahrer auf dem Nord-Ostsee-Kanal

Kreuzfahrer auf dem Nord-Ostsee-Kanal

Rückkehr nach groß Wittensee am späten Nachmittag – ganz schön kaputt, aber zufrieden. Hab schon richtig Farbe bekommen. Erst mal unter die Dusche. Das Badezimmer ist wirklich groß und die Dusche hat einen Klappsitz, eigentlich wohl für Menschen mit Behinderungen gedacht (die Wohnungen sind barrierefrei), aber ich setz mich einfach drauf – sehr entspannend, wenn die Waden vom Radeln zwicken…

Badeinrichtung der Ferienwohnung Grote Jung

Große Badezimmer

Heute Abend ist Grillen angesagt, und zwar auf der Privat-Terrasse. Grill steht schon da, Fleisch, Gemüse, Baguette und alle Zutaten gab´s – na, wo wohl? Richtig! Bei unserm Nachbarn Herrn EDEKA (heisst natürlich anders, aber wir sagen mittlerweile „unser Herr E…“). An den Innenseiten der Fenster gibt es Steckdosen. Also Fenster auf, dass kleine Radio aus dem Schlafzimmer dort anschliessen, und unser Grillabend wird von dezenter Musik untermalt. Darf man das erzählen? Nach der zweiten Flasche Wein stand Justus plötzlich auf und sagte: „Gnä´Frau, darf ich bitten?“ Wir haben getanzt – cheek to cheek! Haben wir ewig nicht gemacht… Das Leben kann manchmal ganz schön schön sein!

Private Terrasse

Private Terrasse