Friedabäckers Tagebuch (Annkatrin + Justus) 5

Groß Wittensee, 09.09.2015

sentimental mood… letzter Abend am Wittensee…

Justus und ich sind nach dem Abendessen noch mal zum See runter gebummelt und lassen die letzten Tage Revue passieren.

Paddler Wittensee

Paddler Wittensee

Ich kann es überhaupt nicht fassen, dass wir nicht mal 2 Wochen hier waren – fühlt sich an wie lange, wunderschöne Monate. Vor unserer Abreise hatten wir beide arbeitsmäßig eine stressige Phase, aber es ist alles wie weggeblasen –  seit Ewigkeiten habe ich Justus nicht mehr so entspannt erlebt. Dabei haben wir ne Menge unternommen, aber alles nach dem Motto: „alles kann, nichts muss“. Entschleunigung nennt man das wohl. Apropos unternommen, gestern hatten wir noch einen tollen Tag in Hamburg. Ich hatte gedacht, dass sei so weit weg, aber wir sind nicht mal über die Autobahn gefahren, sondern mit der Fähre in Sehestedt über den Nord-Ostsee-Kanal und dann über die Dörfer und waren trotzdem

NOK-Fähre Sehestedt

NOK-Fähre Sehestedt

schon nach gut 1 1/2 Std. da. Das Auto haben wir in einem Parkhaus in der Nähe vom Hauptbahnhof abgestellt und dann sind wir – Fahrrad gefahren!!! Die Stadt hat ein klasse Leihfahrradsystem – Stadtrad -, man meldet sich einmal im System an und kann dann per Handy-Code das Fahrradschloss öffnen. Wenn man das Rad innerhalb von 30 Minuten wieder an einer Station abstellt, ist es kostenlos, danach kostet es ein paar Cent pro Minute. Überall sieht man diese roten Fahrräder, auch die Hamburger selbst scheinen sie fleißig zu nutzen.

Wir sind durch die neue HafenCity gefahren, eines der größten Stadtentwicklungsprojekte in Europa. Das sind alte Teile des Hamburger Hafens, die heute nicht mehr genutzt werden. Mir war das alles ein wenig nackert und und kalt, aber in der historischen Speicherstadt gleich um die Ecke gibt es ein Info-Center, da haben wir gelesen, dass bisher nicht mal die Hälfte fertig gestellt ist. Noch bis 2025 wird gebaut – ein riesiges Areal, da braucht es wohl noch ne Weile, bis alles lebt. Faszinierend ist der maritime Charakter, überall Wasserflächen mit Promenaden und kleinen Cafés und Restaurants – auch die Elbphilharmonie haben wir gesehen. Also Kosten hin, Zeitplan her – das Gebäude selbst finde ich einfach Hammer…

pentax 13-09-2015 006

Hamburg – HafenCity

Mittags haben wir ein nettes kleines Bistro unten am Hafenrand entdeckt – „Westminster“. Etwas versteckt im Souterrain, sah so aus, als würden da die Einheimischen essen – viele Leute aus der Schifffahrt. Auf einer Schiefertafel werden ständig wechselnde leckere Tagesgerichte angeboten, ansonsten auf der Karte total leckere Bratkartoffeln, diverse Krabbengerichte, Matjes in allen Varianten, Hamburger Pannfisch – ich hätte die ganze Speisekarte rauf und runter essen können. Schöne Atmosphäre, und der Service ist spitze.

Nach dem Essen haben wir die Fahrräder an den Landungsbrücken abgestellt und sind Boot gefahren. Im „Westminster“ hatte uns einer der Gäste gesagt, es gäbe eine Fähre, die wie ein öffentliches Verkehrsmittel alle 15 Minuten mit diversen Haltestellen die Elbe abwärts nach Finkenwerder fährt. Wir sind in Neumühlen am Museumshafen Oevelgönne ausgestiegen, vom Anleger aus sieht man die riesigen Containerschiffe vorbei fahren. Oh ha, da packt einen aber das Fernweh…

Hamburger Hafen

Hamburger Hafen

Na gut, uns packte irgendwann das Heimweh, wir sind zum Auto und über die A 7 zurück gefahren. Trotz vieler Baustellen brauchten wir auch hier nicht länger als 1 1/2 Stunden, und gelohnt hat es sich allemal. Abends haben wir uns bekocht und sind ziemlich früh ziemlich erschöpft in die Betten gefallen.

Tja, und nun hocken wir hier an „unserem“ Wittensee – morgen früh heißt es einpacken und zurück in den Alltag. Tschüs Wittensee, tschüs Mühle „Auguste“, tschüs Mr. EDEKA, tschüs Friedabäcker Hus – tschüs – bis zum nächsten Mal!!! Und auch wenn wir jetzt ein wenig traurig und sentimental sind: Das Leben kann manchmal ganz schön schön sein!

Urlaub mit Hund

TSchüüüüüüüüüüüüs…